Reformationsjubiläum 2017

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    Herbsttagung gestartet

    Start der Synode mit Finanzen und Wahlen

    EKHNEröffnungsgottesdienst der SynodeEröffnungsgottesdienst der Synode - hier Pfarrer Dr. Christian Ferber, Birgit Arndt, Pfarrer Stephan Krebs, Britta Jagusch und Pfarrer Dr. Jeffrey Myers (von links)

    Noch bis Samstag tagt die hessen-nassauische Kirchensynode in Frankfurt: Bis dahin sollen über 50 Punkte abgearbeitet werden. Am Mittwoch startet sie mit Wahlen und Zahlen.

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    Kirchenpräsident, die Stellv. Kirchenpräsidentin und Präses Eröffnungsgottesdienst der Synode Eröffnungsgottesdienst der Synode Die Herbstsynode ist nahezu vollzählig anwesend und damit beschlussfähig. Die Synodentagung hat begonnen

    Darmstadt, 27. November 2017. Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat am Mittwochmorgen (29. November) ihre traditionelle Herbsttagung in Frankfurt am Main mit einem Gottesdienst eröffnet. Noch bis Samstag beraten die 140 Delegierten unter dem Vorsitz von Präses Dr. Ulrich Oelschläger über mehr als 50 Punkte. Zum Auftakt stehen im Sitzungssaal des Frankfurter Dominikanerklosters zunächst Finanzfragen auf der Tagesordnung. So stellt die hessen-nassauische Kirche erstmals eine Bilanz vor, wie sie auch von Unternehmen bekannt ist. Daneben wird die Debatte über den Haushalt für das kommende Jahr eröffnet. Schließlich steht der Leiter der hessen-nassauischen Kirchenverwaltung, Heinz Thomas Striegler, zur Wiederwahl. Am Donnerstagmorgen soll der Synode dann nach drei Jahren Arbeit ein über 120 Seiten umfassendes Gutachten zu Lärmfragen vorgelegt werden, dessen Auslöser die Eröffnung der vierten Landebahn am Frankfurter Flughafen war. Außerdem will das mit einem politischen Parlament in etwa vergleichbare Gremium auch erste Konsequenzen aus dem Festjahr zu 500 Jahren Reformation ziehen.

    Abstimmung: Striegler steht zur Wiederwahl

    Am Mittwochmorgen stellt sich der Leiter der hessen-nassauischen Kirchenverwaltung, Heinz Thomas Striegler zur Wiederwahl. Der 60 Jahre alte Jurist steht seit August 2010 an der Spitze der Kirchenverwaltung. Der Leitende Oberkirchenrat ist zugleich Finanzdezernent der EKHN und Vorgesetzter von insgesamt etwa 450 Mitarbeitenden in der Kirchenverwaltung in Darmstadt und den kirchlichen Arbeitszentren. Er gehört qua Amt auch der Kirchenleitung an. Zuletzt setzte sich der Finanzexperte stark für die Nutzung nachhaltiger und ethischer Geldanlagen in der evangelischen Kirche ein.

    Finanzen I: Hohe Transparenz

    Traditionell steht zu Beginn der Herbsttagung das Thema Finanzen im Mittelpunkt. Erstmals legt die hessen-nassauische Kirche dazu eine Aufstellung vor, wie sie aus dem Wirtschaftsleben bekannt ist. Die Eröffnungsbilanz weist dabei eine Summe von rund zwei Milliarden Euro auf. Allerdings sind bereits über 1,7 Milliarden Euro fest für die Zukunft verplant. Sie sind Rückstellungen beispielsweise für künftige Pensionen, Beihilfezahlungen für die Kosten bei der medizinischen Versorgung von Beamten und Pfarrpersonal oder absehbare Renovierungsarbeiten an Kirchengebäuden.

    Finanzen II: Dauerhafte Verlässlichkeit 

    Ebenfalls am Mittwoch wird auch der erste Entwurf für den Haushalt 2018 eingebracht. Der Etat der EKHN sieht für das kommende Jahr Gesamtaufwendungen in Höhe von rund 655 Millionen Euro vor. Den größten Anteil bilden dabei die Personalkosten mit über 290 Millionen Euro. Über 45 Millionen Euro an Eigenmitteln sind beispielsweise für die Arbeit in Kindertagesstätten vorgesehen. Für den Bereich Bildung sind 40 Millionen Euro veranschlagt.

    Hintergrund zur Synode

    Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ“ der hessen-nassauischen Kirche. Sie erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl die wichtigsten Leitungsämter und beschließt den Haushalt. Aktuell hat sie 140 Sitze. Als das maßgebende Organ geistlicher und rechtlicher Leitung trifft sie auch wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten die Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit einem oder einer Präses. Gemäß Kirchenordnung sollen möglichst zwei Drittel der gewählten Synodalen nichtordinierte Gemeindemitglieder sein, ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat knapp 1,6 Millionen Mitglieder in 1143 Gemeinden. Ihr Kirchengebiet reicht in etwa von Biedenkopf im Norden bis Neckarsteinach im Süden. Rund ein Viertel des Kirchengebiets gehört zwischen Bad-Marienberg und Worms auch zu Rheinland-Pfalz.

    Mehr Informationen

    Aktuelle Entscheidungen der Synode können Sie bei Twitter unter dem Hashtag #ekhnsyn verfolgen.

    Die detaillierte Tagesordnung, den vorläufigen Zeitplan und alle Synodenunterlagen erhalten Sie online:
    http://www.ekhn.de/ueber-uns/aufbau-der-landeskirche/kirchensynode/termine-und-plaene.html

    Die kompletten Unterlagen der Tagung  liegen hier direkt zum Download bereit: 
    http://www.kirchenrecht-ekhn.de/list/synodalds

     

     

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